Arzneimittel­entsorgung

Hier zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihre verfallenen Arzneimittel korrekt und umweltverträglich loswerden.

Bisher haben Sie ihre nicht mehr benötigten  und abgelaufenen Arzneien bei uns in der Zentral Apotheke abgegeben? Dann wollen wir Sie an dieser Stelle darauf hinweisen, dass sich hier etwas geändert hat, was Ihnen die entsprechend richtige Entsorgung sogar noch leichter macht, als früher. Sollte es Ihnen noch nicht bekannt sein: Abgelaufene oder nicht mehr verwendbare Arzneimittel werden schon seit einiger Zeit über den Hausmüll entsorgt. Dabei handelt es sich nicht nur, um die einfachste und bequemste Möglichkeit, sie zu entsorgen, sondern dies ist tatsächlich auch die umweltverträglichste Variante!

Wie kommt es zu dieser Änderung?

Vor gar nicht allzu langer Zeit wurde ein erheblicher Teil unseres Restmülls auf Deponien verbracht, wo er verrottete. Was sich daraus löste und in den Boden gelangte, belastete und verschmutzte das Erdreich und damit massiv unsere Umwelt. Heutzutage wird unser Hausmüll fast ausschließlich in Müllverbrennungsanlagen vernichtet. Dies heißt für Medikamentenentsorgung, dass die enthaltenen medizinischen Substanzen durch die dort vorherrschende Verbrennungshitze vernichtet werden, wodurch keine weitere Belastung  mehr der Umwelt mehr entsteht. Das heißt: Nicht mehr verwendete oder abgelaufene Medikament werden über den normalen Hausmüll entsorgt. Was aber weiterhin zu beachten  gilt: Im Abwasser haben sie nichts zu suchen!

Was Sie dabei unbedingt berücksichtigen sollen

Äußerst wichtig: Medikamente sollten immer von Kindern und Unbefugten  ferngehalten werden. Beachten Sie dies bitte auch bei der Entsorgung. Geben Sie die am besten zerkleinert, z.B. in nassem Zeitungspapier oder in feuchter Küchenrolle verborgen und aus der Verpackung gelöst in den Hausmüll! Dadurch schonen Sie zusätzlich noch die Umwelt, weil die Verpackungen meist aus wiederverwertbarem Material bestehen. Das Medikament stellt vom Gesamtvolumen eigentlich den kleinsten Anteil dar.

Hier nochmal die drei meist gestellten Fragen zum Thema Entsorgung nicht mehr benötigter Arzneimittel:

Das Städtische Amt für Abfallwirtschaft rät, nicht mehr benötigte Arzneimittel bei Apotheken abzugeben. Doch viele Apotheker lehnen diesen Entsorgungsweg ab. Warum?

Die Entsorgung von nicht mehr benötigten Arzneimitteln (Müll) über Schadstoffsammlungen und Apotheken ist unwirtschaftlich und entspricht nicht dem neuesten Stand der Wissenschaft. Deshalb empfehlen Apotheker entsprechend dem Europäischen Abfallkatalog die Entsorgung in haushaltsüblichen Mengen über den Hausmüll (Restmüll). Dieser landet letztendlich im gleichen Verbrennungsofen, wie unnötig umständlich über Sammlungen angehäufter Arzneimittelmüll. Selbstverständlich sollten alle Apotheker zu diesem Thema beraten, vor allem wenn es um Müllvermeidung geht.

Wohin also mit den nicht mehr benötigten Pillen und Salben?

Nicht mehr benötigte Arzneimittel gehören von der Verpackung getrennt in den Restmüll und nicht ins Abwasser oder zum Wertstoff. Um sie vor Zugriff durch Kinder und Unbefugte zu schützen, wickelt man die eigentlichen Arzneimittel (Tabletten, Zäpfchen u.s.w.) am besten zerkleinert in nasses Zeitungspapier ein. Der größte Teil des Arzneimittels besteht aus der Verpackung und so aus wiederverwertbarem Material wie Papier, Aluminium, Glas und Kunststoff. Der kleinste Teil ist das tatsächliche Medikament.

Warum ist Verbrennen der richtige Weg?

Die thermische Entsorgung (Verbrennung) von nicht mehr benötigten Arzneimitteln ist heute der einzig richtige Weg, da hierbei alles nahezu rückstandsfrei verbrannt wird und nicht wie früher über das Sickerwasser der Mülldeponien in die Umwelt gelangen kann.

Sollten Sie weitere Fragen rund um das Thema Arzneimittelentsorgung haben, helfen wir Ihnen gerne weiter.